Ladesäulen

Ladesäulen-Knigge

By 12 February 2019 February 21st, 2019 No Comments

Ladesäulen sind zum Aufladen von Elektroautos da. Es sind keine Premium-Parkplätze. Ein paar Verhaltensregeln haben sich etabliert, um Ladesäulen so effizient und angenehm wie möglich nutzen zu können.

Nicht blockieren

Fahren Sie Ihr Auto nach dem Laden weg und machen Sie den Ladeplatz frei für den nächsten. Nur weil es keine Schlange gibt heißt es nicht, dass der Platz benötigt wird.

Nicht Trennen

Trennen Sie niemals andere Fahrzeuge von der Ladekabel – es sei denn der Ladevorgang ist sicher schon abgeschlossen. Respektieren Sie das Recht anderer Personen.
Ordnung muss sein
Wickeln Sie das Kabel nach dem Aufladen ordnungsgemäß auf, damit Personen nicht darüber stolpern. Der Stecker sollte nie im Dreck landen damit die Kontakte und andere Fahrzeug-Ladebuchsen nicht beschädigt werden. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie wegfahren, und achten Sie darauf, nicht mit Autos oder Personen in Berührung zu kommen.
Optional: Ladescheibe
Bei manchen E-Autos kann man von außen sehen wie voll der Akku ist. Bei anderen nicht. Deswegen gibt es “Ladescheiben” mit denen man anzeigen kann wann der Ladevorgang ungefähr abgeschlossen ist – vergleichbar mit einer Parkuhr, nur statt der Ankunftszeit mit der Zeit wann vollgeladen ist.

Optional kann man auch seine Handynummer angeben. Der nächste E-Mobilist wird es danken, und ich habe auf diese Weise schon viele interessante Leute kennengelernt.

Schnellladen wenn möglich

Nutzen Sie den richtigen Anschluss zum Schnellladen. Viele Schnellladestationen haben drei Kabel. Ein Kabel für Drehstrom (AC), einen Gleichstrom-CHAdeMO-Anschluss für asiatische Autos und einen Gleichstrom-CCS-Anschluss für deutsche Autos. Diese Ladestationen sind dafür gedacht, schnell aufzuladen und dann weiter zu fahren. Laden Sie nicht am AC-Anschluss, wenn ihr Auto an AC nicht schnellladen kann – also mindestens 22 Kilowatt. Da einige Anbieter nach Zeit abrechnen, kann es mitunter sehr teuer werden, wenn Sie versuchen an solchen Stationen langsam mit AC zu laden.

Kein Müll

Ladestationen sind keine Müllhalde. Ein Grund warum wir E-Auto fahren ist der Schutz der Umwelt. Ladesäulen sind noch kein riesiges Profit-Center bei dem Müllentsorgung und tägliche Reinigung mal ebenso möglich ist aufgrund riesiger Gewinne.
Rettet das Kabel
Gehen Sie pfleglich mit der Infrastruktur um. Achten Sie bei Ladestationen mit festem Kabel darauf, dass Sie den Stecker nach dem Laden wieder in die dafür vorgesehene Halterung stecken. Fahren Sie nicht über das Kabel oder gar den Stecker. Vorsicht auch bei Ladesäulen bei denen man das eigene Kabel mitbringen muss

Defekte Stationen melden

Sollten Sie einen Defekt an der Station feststellen, melden Sie es dem Betreiber. Die Telefonnummer steht meistens direkt an der Säule. Viele Säulen haben inzwischen eine Online-Verbindung und können Fehler teilweise selber erkennen und melden. Ein defekter Stecker oder ein verdreckter Kontakt kann jedoch nur bei einer „Sichtprüfung“ festgestellt werden.
Zusätzlich können Sie es auch noch in ihrem Lieblings-Stromtankstellenverzeichnis melden, damit andere wissen, dass die Säule defekt ist.
Sie können auch erfolgreiche Ladevorgänge dort eintragen. So sehen andere, ob eine Säule funktioniert. Wenn Sie selbst Ihre erste längere Reise planen, sind Sie dankbar für solche Informationen.

Automatisch entriegeln

Wenn man nicht sein eigenes Ladekabel verwendet dann ist es eine nette Geste im Auto einzustellen, dass das Kabel entriegelt wird, wenn das Auto vollgeladen ist. Dadurch kann der nächste Nutzer anstecken und laden, ohne dass man zum Auto hetzen muss. Neuere Installationen sind oft so gemacht, dass mit einem Ladekabel bis zu 5 Stellplätze um die Säule herum versorgt werden können. Nicht alle E-Autos bieten diese Funktion, aber wenn ist es hilfreich.
Es hat auch noch einen anderen Vorteil: manche Säulen rechnen nicht nach geladenem Strom ab, sondern nach Zeit. Und es kann einem nichts Besseres passieren als dass jemand absteckt und die Session beendet, dann laufen keine weiteren Kosten auf.